„Willkommen im Land des Elbenvolkes“

so die Begrüßung von Stefanie Krüger zu Beginn des Konzertes am Samstag, 29. April im Gasthaus zum „Roten Ochsen“ in Heidelberg Rohrbach. Der junge Chor „More than Words“ hatte zum Konzert geladen und der Saal war vollbesetzt. Es wurden mittelalterliche Minne- und Spielmannslieder präsentiert. Und wer geglaubt hat, die Musik ab dem 14. Jahrhundert wäre langweilig, hatte sich gründlich getäuscht. Jedes Lied erzählte eine eigene Geschichte. Da wäre z.B. „Die Versuchung“ – das fein`s Liebchen hat keine Schuh`, die zarten Füßlein schön sollen nicht barfuß geh`n. So warb in den lang vergangenen Zeiten ein junger Mann um die Gunst seiner Auserwählten, die eine arme Dienstmagd war. (Diese Erzählung stammt aus dem 14. Jhd.) Oder „The Star of County down“.  Dies ist eine Geschichte von der schönsten Frau weit über die Grenzen hinaus und die ganze  verrückte junge Männerwelt. Dieses Lied begann mit Überraschungseffekten: zuerst rhythmisches einfaches, und dann zeitversetztes Klatschen.Toll. Oder die „Wilde Jagd“, welche von dem jungen Müller erzählt, der „Sie“ heute noch zur Braut haben will.

Die einzelnen Musikstücke waren schwungvoll und melodisch. Sie machen süchtig auf „Mehr“. Dazwischen, und das war neu, gab es Lustiges und  Instrumentalstücke von den „Bedlam Boys „, einer Gruppe verrückter junger Männer, welche nicht so ganz normal waren. (So Arrangeur und Dirigent Tim Fuhrmann)   Aber – mal ganz ehrlich – hat sich daran bis heute etwas verändert? Sie handeln vom ewig gleichen Kreislauf: Von Glücksspielen und der Liebe. Es gab aber auch Statements gegen Gewalt und Extremismus mit dem Lied „Bunt, nicht braun“.

Dieses Konzert hatte wieder einmal den Nerv getroffen. Die Melodien waren keck und forderten das Publikum oft zum Mitmachen auf. Und „More than Words“ hatte selbst sichtlich Spaß an den einzelnen Stücken.

Das Begleitensemble war mit Claudia Grünberg (Sopran- und Altblockflöte) an der Geige mit Carmen Busch, an der Gitarre Matthias Plotzki, Percussion Thomas Schroth, am Klavier und der Sopranblockflöte mit Verena Fuhrmann und in der Gesamtleitung mit Tim Fuhrmann bestens besetzt. Mit dem Team des Gasthauses Roter Ochsen war obendrein alles in guter Hand. Die Gäste haben reichlich von der Möglichkeit eines „Rittermahls“ Gebrauch gemacht. Die Spenden waren dieses Mal für einen Kindergarten gedacht, und zwar die Kindergärten der Pusteblume in Rohrbach.  Welch ein guter Zweck!! -ul-

 

 

 

Mittelalterliches Konzert wegen großem Erfolg noch einmal

 

 

Der junge Chor der Liedertafel Leimen, „More Than Words“, lädt Sie herzlich ein zu einer Reise in längst vergangene Zeit.

Die edlen Spielleut`  der Liedertafel unterhalten mit stimmungsvollen mittelalterlichen Minne- und Spielmannsliedern.

Nach einem sehr erfolgreichen Konzert im vergangenen Jahr stehen nun zwei Konzertermine  (29.04. um 18 Uhr im Gasthaus Roter Ochsen in Rohrbach und am 30.04. um 18 Uhr in der ev. Kirche in Gauangelloch) zur Auswahl. Gewandete Zuhörer sind gerne gesehen, der Eintritt ist frei.

 

Großartiges Galakonzert mit allen Chören

Ganz im Zeichen des 120-jährigen Bestehens  präsentierte die Liedertafel ein großes Jubiläumskonzert in der vollbesetzten Aegidiushalle St. Ilgen.  Fast alle Chöre  gaben sich ein stimmgewaltiges und großartiges Stelldichein. Und es war ein ganz besonderes Programm, welches Hans-Josef Overmann mit den Chören erarbeitet hatte. Im ersten Teil sang der Konzertchor, der sich  aus Frauen-, Männerchor, Pro Arte und Singing Dreams zusammensetzt. Geboten wurden nur die Sahnestücke aus Opern und Operetten. Zu Beginn war aus „Carmen“ mit dem „Lied der Stierkämpfer“  und der „Habanera“ schon ein „Best of“ zu hören. Solistisch eingebunden war hier eine großartige Sabine Reiser und der Chor bestätigte gut gestimmt  „Ja die Liebe hat bunte Flügel, solch einen Vogel fängt man schwer“. Weiterhin gab es schon mal eine Kostprobe aus der Mozartoper „Cosi fan tutte“, welche man am  16. Juli auch in der Aegidiushalle hören kann. Großartig war die Kantatenprobe aus „Zar und Zimmermann“ mit dem Solisten Hans-Josef Overmann als Bürgermeister. Dieses Lied klingt bewusst schräg und schief, bis es endlich in Harmonien und Wohlklang endet.  Hierzu boten Männer- und Frauenchor auch optisch einen interessanten Anblick. Das Stück spielt Ende des 17. Jahrhunderts und entsprechend waren auch alle gekleidet. Bei dem bekannten Vogelhändler-Lied „Ich bin die Christel von der Post“ sorgte Sopranistin Carolin Samuelis für viel Amüsement. Ausgerechnet Pfarrer Arul Lourdu  hatte sie sich als Adam aus Tirol, als ihren Liebsten und Schatz geschnappt. Und Pfarrer Lourdu spielte zur Freude aller hervorragend mit.

Im zweiten Konzertteil präsentierten die „Singing Dreams“ von den  Comedian Harmonists das immer wieder gern gehörte  „Irgendwo auf der Welt“ und mit „Küssen kann man nicht alleine“ von Max Raabe folgte ein weiteres Highlight. Einige passende, flotte Sprüche auf Loomarisch  von Manfred Zugck gehörten selbstverständlich dazu. Eine geballte Ladung Chorgesang stand nun mit dem Gospelchor „Bright Light“, dem jungen Chor „More than Words“ und dem Jugendchor „Remix“ auf der Bühne. Unter der Leitung und dem Arrangement  von Tim Fuhrmann ließen sie ihrer Sangesfreude freien Lauf. In der amerikanischen Filmkomödie „Pitch perfekt“, steht eine weibliche a capella-Gruppe im Vordergrund, als Solistinnen Laura Adler und Katharina Krämer. Am Cajon begleitete Thomas Schroth und am Bass Mathias Plotzki. Die tollen Songs dieser Filmkomödie von Regisseur Jason Moore rissen das Publikum förmlich mit. Alle Chöre und Solisten sorgten zum glanzvollen Ende des Gala-Konzerts für Gänsehaut. Nach „I Have A Dream“ von der schwedischen Popgruppe ABBA wollte der Beifall schier nicht enden. Einen obendrauf setzten dann im Duett Tim Fuhrmann und Carolin Samuelis mit dem Stück „Totale Finsternis“ aus dem Musical „Tanz der Vampire“ unter der Begleitung der Chöre. Und auf eine Zugabe, obwohl nun schon spät am Abend, wollte die Zuhörerschaft selbstverständlich nicht verzichten. Und so erklang zum krönenden Abschluss der Gefangenenchor aus „Nabucco“, ein gewaltiges Klangerlebnis mit allen Chören der Liedertafel. Die musikalische Leitung dieses Abends lag in den Händen von Tim Fuhrmann und Hans-Josef Overmann.  Thomas Adelberger übernahm gekonnt und humorig die Begleitung am Flügel und die Moderation des Abends. Als weitere Solisten sangen Marieta Koch, Silke Otto, Hans Jörg Rutsch und Rasmus Faust. Für jeden hatte der 1. Vorsitzende Robert Kumler als Dank einen Blumenstrauß parat.                                                                                                                            – ul –

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Viele Zuschauer kamen in Gewandung

welche dieser Veranstaltung erst den ganz besonderen Rahmen gab. Chorleiter und Arrangeur Tim Fuhrmann war überwältigt von so viel Zuspruch zu dieser doch etwas anderen Musik.

Der Junge Chor der Liedertafel Leimen ist schon bekannt dafür, hervorragende Konzerte zu veranstalten und jedes ist anders und auch immer besser. Der vielversprechende Titel des Konzerts lautete „Von den Elben“ – es wurden mittelalterliche Minne-und Spielmannslieder präsentiert. Die edlen Spielleut` der Liedertafel luden zum Spektakulum und unzählige Menschen fanden den Weg in die Mauritiuskirche zu Leimen, sodass diese bis auf den letzten Platz besetzt war.

Stefanie Grimm führte die gespannte Zuhörerschaft mit einer entzückenden Begrüßung in mittelalterlicher Mundart in eine Zeit rund 1000 Jahre vor der unseren und lud die Konzertbesucher ein, sich mitreißen zu lassen. Dafür war auch ausreichend Gelegenheit, denn das Programm war sehr vielfältig und mitreißend. So wurden unter anderem Lieder der Folkgruppen Faun, Schandmaul, In Extremo und Subway to Salley gespielt, aber auch Stücke von Brahms, aus der Carmina Burana oder aus Fantasyfilmen wie „Harry Potter“ und “Der Herr der Ringe“ waren zu hören. Mara Papadopoulos verzauberte sogleich zu Beginn und anschließend verzauberte der ganze Chor mit unglaublicher Harmonie und Klasse das Publikum und entführte auf wundervolle Weise in die Welt der Elben und Magie. Bis zur Programm-Mitte des Abends war auch Remix, der junge Nachwuchs-Chor der Liedertafel dabei. Das Begleitensemble war mit Claudia Grünberg (Sopran- und Altblockflöte), Carmen Busch (Geige), Michael Reinig (Mandoline, Banjo und Dudelsack), Mathias Plotzki (Gitarre), Ann-Kathrin Beuerle (Klavier) und Thomas Schroth (Percussion) besetzt. Verena Fuhrmann begleitete an Klavier und Sopranblockflöte. Um diesen Abend perfekt zu machen, wurden die Gäste in der Pause stilecht mit selbstgebrautem Met, Brezeln und Kaminwurzn verwöhnt. Köstlich.

Tim Fuhrmanns großer Dank galt am Ende der evangelischen Kirchengemeinde Leimen für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und den vielen HelferInnen rund um Konzert und Planung. Ganz besonders aber seinen Sängern und Sängerinnen, dass sie seine Leidenschaft für diese besondere Musik so überzeugend mitgetragen haben. Der Vorsitzende der Liedertafel Leimen Robert Kumler ließ es sich nicht nehmen, persönlich zu danken und zu bestätigen, dass man sich bei so tollem Nachwuchs um die Zukunft des Vereins keine Sorgen machen muss. JM

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