Großartiges Galakonzert mit allen Chören

Ganz im Zeichen des 120-jährigen Bestehens  präsentierte die Liedertafel ein großes Jubiläumskonzert in der vollbesetzten Aegidiushalle St. Ilgen.  Fast alle Chöre  gaben sich ein stimmgewaltiges und großartiges Stelldichein. Und es war ein ganz besonderes Programm, welches Hans-Josef Overmann mit den Chören erarbeitet hatte. Im ersten Teil sang der Konzertchor, der sich  aus Frauen-, Männerchor, Pro Arte und Singing Dreams zusammensetzt. Geboten wurden nur die Sahnestücke aus Opern und Operetten. Zu Beginn war aus „Carmen“ mit dem „Lied der Stierkämpfer“  und der „Habanera“ schon ein „Best of“ zu hören. Solistisch eingebunden war hier eine großartige Sabine Reiser und der Chor bestätigte gut gestimmt  „Ja die Liebe hat bunte Flügel, solch einen Vogel fängt man schwer“. Weiterhin gab es schon mal eine Kostprobe aus der Mozartoper „Cosi fan tutte“, welche man am  16. Juli auch in der Aegidiushalle hören kann. Großartig war die Kantatenprobe aus „Zar und Zimmermann“ mit dem Solisten Hans-Josef Overmann als Bürgermeister. Dieses Lied klingt bewusst schräg und schief, bis es endlich in Harmonien und Wohlklang endet.  Hierzu boten Männer- und Frauenchor auch optisch einen interessanten Anblick. Das Stück spielt Ende des 17. Jahrhunderts und entsprechend waren auch alle gekleidet. Bei dem bekannten Vogelhändler-Lied „Ich bin die Christel von der Post“ sorgte Sopranistin Carolin Samuelis für viel Amüsement. Ausgerechnet Pfarrer Arul Lourdu  hatte sie sich als Adam aus Tirol, als ihren Liebsten und Schatz geschnappt. Und Pfarrer Lourdu spielte zur Freude aller hervorragend mit.

Im zweiten Konzertteil präsentierten die „Singing Dreams“ von den  Comedian Harmonists das immer wieder gern gehörte  „Irgendwo auf der Welt“ und mit „Küssen kann man nicht alleine“ von Max Raabe folgte ein weiteres Highlight. Einige passende, flotte Sprüche auf Loomarisch  von Manfred Zugck gehörten selbstverständlich dazu.

Eine geballte Ladung Chorgesang stand nun mit dem Gospelchor „Bright Light“, dem jungen Chor „More than Words“ und dem Jugendchor „Remix“ auf der Bühne. Unter der Leitung und dem Arrangement  von Tim Fuhrmann ließen sie ihrer Sangesfreude freien Lauf. In der amerikanischen Filmkomödie „Pitch perfekt“, steht eine weibliche a capella-Gruppe im Vordergrund, als Solistinnen Laura Adler und Katharina Krämer. Am Cajon begleitete Thomas Schroth und am Bass Mathias Plotzki. Die tollen Songs dieser Filmkomödie von Regisseur Jason Moore rissen das Publikum förmlich mit. Alle Chöre und Solisten sorgten zum glanzvollen Ende des Gala-Konzerts für Gänsehaut. Nach „I Have A Dream“ von der schwedischen Popgruppe ABBA wollte der Beifall schier nicht enden. Einen obendrauf setzten dann im Duett Tim Fuhrmann und Carolin Samuelis mit dem Stück „Totale Finsternis“ aus dem Musical „Tanz der Vampire“ unter der Begleitung der Chöre. Und auf eine Zugabe, obwohl nun schon spät am Abend, wollte die Zuhörerschaft selbstverständlich nicht verzichten. Und so erklang zum krönenden Abschluss der Gefangenenchor aus „Nabucco“, ein gewaltiges Klangerlebnis mit allen Chören der Liedertafel. Die musikalische Leitung dieses Abends lag in den Händen von Tim Fuhrmann und Hans-Josef Overmann.  Thomas Adelberger übernahm gekonnt und humorig die Begleitung am Flügel und die Moderation des Abends. Als weitere Solisten sangen Marieta Koch, Silke Otto, Hans Jörg Rutsch und Rasmus Faust. Für jeden hatte der 1. Vorsitzende Robert Kumler als Dank einen Blumenstrauß parat. -ul  MCJubi

1896 bis 2016 120 Jahre Liedertafel

120 Jahre Liedertafel

Nicht alle Männerchöre und Vereine, die einmal gegründet wurden, bestehen auch heute noch.

Die Liedertafel 1896 Leimen e.V. kann in diesem Jahr auf stolze 120 Jahre zurückblicken. Das ist nicht selbstverständlich. Diese Männer waren von echten Idealen geprägt. Dies half, Krisen zu überwinden, wie sie die beiden Weltkriege und die Zeit des Nationalsozialismus heraufbeschworen und den Wunsch nach Geselligkeit zu erfüllen. Sie haben in unserer gesamten Geschichte – wie auch unser ganzes Volk – schwere Zeiten durchgemacht. Das Ideal des Vereins erwies sich dennoch stets fester als alle Gegenkräfte. Aus ihr schöpften die Sänger ihre Zuversicht und Stärke und konnten somit sich und anderen viel Trost und Freude mit ihren schönen Liedern schenken. Ein Verein, der 120 Jahre besteht, verbindet die Gegenwart mit der Vergangenheit. Dies schließt eben auch die weitere Entwicklung und Anpassung mit der Zeit nicht aus. Wer auf die Melodie der Gegenwart hört, verändert sich zwangsläufig und bleibt dadurch „lebendig.“ Das hat die Liedertafel mehr als bewiesen. Entstanden doch im Lauf der Jahre unter ihrem Dach noch 6 weitere Chöre.

So kann der Frauenchor in diesem Jahr auf 37 Jahre zurückblicken, der „Gospelchor Bright Light“ unter der Leitung von Claudia Grünberg auf 21 Jahre.

Weiterhin gibt es seit 41 Jahren einen Kinderchor. Dieser besteht heute aus drei Untergruppen, nämlich den „Singmäusen“,Singing Stars“ und „Remix“. Die Kleinen ab 3 Jahren werden von Chorleiterin Stefanie Grimm geleitet. Remix, die nächste Generation ab 10 Jahren, leitet Tim Fuhrmann. Außerdem gründete er vor 12 Jahren den Jugendchor „More than Words“.

Frauen-und Männerchor werden seit mehr als 20 Jahren von Hans-Josef Overmann dirigiert. Ausschließlich klassische Chormusik wird seit 11 Jahren von „PRO ARTE“ gepflegt. Und auch die „Singing Dreams“ im Stile der „Comedian Harmonist“ können stolz auf ihr Repertoire sein. Auch diese beiden Chöre stehen unter der Leitung von Hans-Josef Overmann.

Viele Auftritte der sehr unterschiedlichen Chorgruppen bereichern bis heute das kulturelle Leben Leimens. Selbstverständlich kommt auch die Geselligkeit nicht zu kurz. Immer noch veranstalten wir das 3-tägige Waldfest, neu hinzugekommen ist ein Lichterfest und auch beim Weihnachtsmarkt sind wir wieder regelmäßig dabei. Alle zwei Jahre gibt es ein großes Konzert. Zuletzt haben wir „My fair Lady“ in der Aegidiushalle mit großem Erfolg präsentiert.

Mittendrin entstand in Eigenleistung auch noch ein Vereinsheim mit Restaurant und Wohnhaus. Die Bauzeit betrug stattliche vier Jahre. Das wurde damals, nach Fertigstellung im Jahre 1984, mit einem großen Fest begangen. Heute steht dieses Haus nun bereits seit 35 Jahren. Es gab also viel zu feiern.

 

 

1. Weinliederabend

Der Wein wurde reichlich besungen

Keine Frage, Freizeitsänger und auch Hobbysportler sind sich in einem ähnlich: Beide Gruppen lieben die Geselligkeit und wissen ein Gläschen Wein in froher Runde sehr wohl zu schätzen. Der Beweis war ein voll besetzter Erhard-Renner Saal am vergangenen Freitag in der Liedertafel. „Das war richtig schön“, so Gäste und auch Veranstalter des ersten Weinliederabends.

Der Wunsch, einmal einen solchen Abend zu gestalten, bestand schon lange beim Männerchor der Liedertafel. Es ging darum, in gemütlicher Runde gutes Essen und Trinken zu genießen und dazu die schönsten Weinlieder zu hören, sie auch fröhlich mitzusingen und dabei die „Nostalgie“ mal wieder zu pflegen. Da waren viele der Gassenhauer, die noch heute in den Rebenwirtschaften und Weinfesten an Main, Rhein und allen anderen Weingebieten gesungen werden. Alle Gäste stimmten sehr gerne ein. Bestens geeignet waren dazu das „Heimatlied“, „Herrliches Weinland“ und freilich erst recht das „Weinparadies“. Abgerundet wurde dieser Abend beeindruckend durch den gemischten Chor incl. Soli des Chorleiters und Ehefrau Caroline Samuelis-Overmann mit „Im Feuerstrom der Reben“ aus der Operette „Fledermaus“. Viele Einzeleinlagen, herrliche Witze und eine flotte, lustige Moderation sowie Zitate von niemand Geringeren als Schiller, Goethe und sogar Shakespeare sowie Wilhelm Busch, die wohl allesamt den Wein sehr zu schätzen wussten, trugen zu einem wundervollen Abend bei. Selbstverständlich wurde auch das „Badener Lied“ mit der Hand auf dem Herzen geschmettert. Und eine Sangespremiere gab es an diesem Abend auch: zum ersten Mal wurde das „Leimener Heimatlied“, neu getextet zur Melodie von „Wo die Nordseewellen rauschen“ und damit auch eine vollkommen neue, eindrucksvolle Bedeutung bekam. . Alle fühlten sich wohl und traten wahrhaft beschwingt irgendwann den Heimweg an. Also, das wird ganz sicher wiederholt. Wir haben noch so viele Weinlieder im Repertoire, die möchten wir alle mal wieder herausholen.-ul-

Ausflug Männerchor am 24.06.2015

Mit der Solardraisine in den Odenwald

Von Mörlenbach führt die rund 10 km lange Strecke nach Wald-Michelbach. Dies ist eine der schönsten denkmalgeschützten Eisenbahnlinien Europas. Die Fahrt führt uns über 3 große Viadukte und 2 Tunnels, dabei sind eine wunderschöne Landschaft und atemberaubende Ausblicke garantiert.

Abfahrt um 7:30 Uhr am Sängerheim