1. Weinliederabend

Der Wein wurde reichlich besungen

Keine Frage, Freizeitsänger und auch Hobbysportler sind sich in einem ähnlich: Beide Gruppen lieben die Geselligkeit und wissen ein Gläschen Wein in froher Runde sehr wohl zu schätzen. Der Beweis war ein voll besetzter Erhard-Renner Saal am vergangenen Freitag in der Liedertafel. „Das war richtig schön“, so Gäste und auch Veranstalter des ersten Weinliederabends.

Der Wunsch, einmal einen solchen Abend zu gestalten, bestand schon lange beim Männerchor der Liedertafel. Es ging darum, in gemütlicher Runde gutes Essen und Trinken zu genießen und dazu die schönsten Weinlieder zu hören, sie auch fröhlich mitzusingen und dabei die „Nostalgie“ mal wieder zu pflegen. Da waren viele der Gassenhauer, die noch heute in den Rebenwirtschaften und Weinfesten an Main, Rhein und allen anderen Weingebieten gesungen werden. Alle Gäste stimmten sehr gerne ein. Bestens geeignet waren dazu das „Heimatlied“, „Herrliches Weinland“ und freilich erst recht das „Weinparadies“. Abgerundet wurde dieser Abend beeindruckend durch den gemischten Chor incl. Soli des Chorleiters und Ehefrau Caroline Samuelis-Overmann mit „Im Feuerstrom der Reben“ aus der Operette „Fledermaus“. Viele Einzeleinlagen, herrliche Witze und eine flotte, lustige Moderation sowie Zitate von niemand Geringeren als Schiller, Goethe und sogar Shakespeare sowie Wilhelm Busch, die wohl allesamt den Wein sehr zu schätzen wussten, trugen zu einem wundervollen Abend bei. Selbstverständlich wurde auch das „Badener Lied“ mit der Hand auf dem Herzen geschmettert. Und eine Sangespremiere gab es an diesem Abend auch: zum ersten Mal wurde das „Leimener Heimatlied“, neu getextet zur Melodie von „Wo die Nordseewellen rauschen“ und damit auch eine vollkommen neue, eindrucksvolle Bedeutung bekam. . Alle fühlten sich wohl und traten wahrhaft beschwingt irgendwann den Heimweg an. Also, das wird ganz sicher wiederholt. Wir haben noch so viele Weinlieder im Repertoire, die möchten wir alle mal wieder herausholen.-ul-