Samstag, 31. Januar 2026

Pro Arte

Oper „Orpheus und Euridice“

Frauenchor, Männerchor, Konzertchor, Pro Arte, Singing Dreams und Bright Light

Sieg der Liebe über den Tod- Verlust, Schmerz und glückliches Ende

„Pro Arte“ begeisterte mit der konzertanten Aufführung von Glucks

Oper „Orpheus und Euridice“

Das Vocalconsort „Pro Arte“ der Liedertafel Leimen unter der Leitung von Hans-Josef Overmann hatte an einem kalten Januar-Abend zu einem ganz besonderen Konzert in den Erhard Renner-Saal der Liedertafel eingeladen. Zahlreiche Zuhörer waren gekommen, um sich mit Christoph Willibald Glucks Oper „Orpheus und Euridice“ musikalisch in die Welt der griechischen Mythologie zu begeben. Florian Stricker begleitete die konzertante Aufführung der frühklassischen Reform-Oper um das tragische Liebespaar am Flügel und ersetzte mit seinem virtuosen und einfühlsamen Spiel mühelos ein ganzes Orchester. Die 18 Sängerinnen und Sänger zeigten sich hoch motiviert, präsent und stimmlich gut disponiert. So übernahmen sie nicht nur den Chor, sondern auch alle solistischen Rollen, alleine, zu zweit oder in einer kleinen Gruppe. Eine ganz erstaunliche Leistung für einen Laien-Chor!

Gesungen wurde auf Italienisch nach der Wiener Fassung der Oper von 1762. Zum besseren Verständnis führte Steffen Gross als Moderator humorvoll durch die Handlung. Orpheus, ein begnadeter Sänger, beweint zusammen mit Hirten und Hirtinnen seine an einem Schlangenbiss verstorbene Ehefrau, die Flussnymphe Euridice.. In seiner Verzweiflung fordert er die Götter auf, ihm seine Gefährtin zurückzugeben. Amor bringt dem Trauernden die Nachricht von Zeus, dass er in den Hades hinabsteigen dürfe. Wenn es ihm gelänge, die wilden Furien mit seinem Gesang zu rühren, könne er Euridice wieder zu den Lebenden zurückführen. Allerdings dürfe er sich auf dem Rückweg nicht zu ihr umsehen, sonst würde er sie für immer verlieren. Gluck hatte die Rolle des Orpheus für einen Alt-Kastraten konzipiert, weshalb sie mit Frauenstimmen, aber auch mit Männern, die auf natürliche Weise so hoch singen können, besetzt wurde. Leider ist es unmöglich, alle Solisten namentlich zu erwähnen. Hier seien zumindest Claudia Hügel als Orpheus, die mit ihrer warmen und samtigen Altstimme bezauberte und Carolin Samuelis-Overmann, die mit ihrem klaren Sopran der Euridice anrührendend ihre Stimme verlieh, genannt. Großes Klangvolumen entwickelte der Chor als Furien und Hades-Wächter, die dem armen Orpheus, der um Einlass bat, immer wieder ein resolutes „No!“ entgegen schleuderten. Aber Orpheus herzerweichender Gesang rührt sie letztendlich doch und so kann er das Totenreich betreten und Euridice finden. Gluck, gönnt der Geschichte, im Gegensatz zur griechischen Sage, ein glückliches Ende. Und so konnten die Sängerinnen und Sänger das Happy End freudig und stimmgewaltig mit dem fulminanten Chor „Trionfi Amore“ feiern und damit den Triumph der Liebe über den Tod hochleben lassen. Das Publikum zeigte sich begeistert und sparte nicht an Applaus für diese gelungene Aufführung. Von Carmen Diemer-Stachel

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